Immobilienmarkt in Girona erreicht historischen Umsatzrekord

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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In der Provinz Girona wurde zwischen April und Juni 2026 so viel Geld mit Wohnimmobilien umgesetzt wie nie zuvor. Der Gesamtwert der Kaufverträge erreichte 248,445 Millionen Euro. Auch der durchschnittliche Quadratmeterpreis stieg auf einen Rekordwert. Die Zahl der Verkäufe blieb dagegen unter früheren Höchstständen.
248,445 Millionen Euro in drei Monaten
Der Immobilienmarkt in der Provinz Girona hat im zweiten Quartal 2026 einen neuen Höchststand erreicht. Von April bis Juni summierte sich der Wert der registrierten Wohnungsverkäufe auf 248,445 Millionen Euro. Das ist der höchste Quartalsumsatz in der gesamten Datenreihe des spanischen Grundbuchverbands Colegio de Registradores.
Damit wurde auch der bisherige Spitzenwert aus der Zeit vor der Immobilienkrise übertroffen. Im zweiten Quartal 2008 hatte das Volumen bei 230,943 Millionen Euro gelegen. Der aktuelle Wert fällt 7,6 Prozent höher aus.
Auch im Jahresvergleich zeigt sich ein deutlicher Anstieg. Im zweiten Quartal 2025 wurden Kaufverträge über insgesamt 228,669 Millionen Euro registriert. Binnen eines Jahres wuchs das Volumen somit um 8,7 Prozent.
Quadratmeterpreis erreicht neuen Höchststand
Der wichtigste Treiber des Rekords sind die gestiegenen Immobilienpreise. Im zweiten Quartal 2026 kostete Wohnraum in der Provinz Girona im Durchschnitt 2.612 Euro je Quadratmeter. Auch dieser Wert ist so hoch wie nie zuvor.
Ein Jahr zuvor hatte der Durchschnittspreis noch 2.322 Euro je Quadratmeter betragen. Das entspricht einem Zuwachs von 12,5 Prozent. Der vorherige Rekord aus dem Jahr 2008 lag bei 2.555 Euro und wurde nun ebenfalls übertroffen.
Die langfristige Entwicklung zeigt, wie stark sich der Markt seit seinem Tiefpunkt erholt hat. Im Jahr 2016 waren durchschnittlich 1.669 Euro je Quadratmeter registriert worden. Bis 2026 ergibt sich daraus ein Anstieg von 56,5 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts.
Hoher Umsatz trotz weniger Verkäufen als 2007
Die Zahl der abgeschlossenen Geschäfte stellte dagegen keinen Rekord auf. Zwischen April und Juni 2026 wurden 15.115 Wohnungsverkäufe erfasst. Das war der dritthöchste Wert der Datenreihe.
Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 nahm die Zahl der Verkäufe um 8,1 Prozent zu. Damals waren 13.977 Transaktionen registriert worden. Gegenüber dem Höchststand von 2007 bleibt jedoch ein deutlicher Abstand. Seinerzeit wechselten 20.835 Wohnungen oder Häuser den Besitzer.
Auch der Wert aus dem Jahr 2023 lag mit 15.137 Verkäufen knapp über dem aktuellen Ergebnis. Der Unterschied beträgt nur 22 Transaktionen. Girona bewegt somit mehr Geld als jemals zuvor, ohne mehr Immobilien als in früheren Spitzenzeiten zu verkaufen.
Preise und Verkaufszahlen steigen gemeinsam
Der außergewöhnliche Quartalswert entstand durch das Zusammenspiel zweier Faktoren. Einerseits wurden mehr Geschäfte als im Vorjahreszeitraum abgeschlossen. Andererseits stieg der durchschnittliche Quadratmeterpreis auf ein bisher unerreichtes Niveau.
Wenn Verkaufszahl und Preise gleichzeitig wachsen, erhöht sich das gesamte Vertragsvolumen besonders stark. Der aktuelle Rekord ist daher nicht mit dem Boom vor der Immobilienkrise gleichzusetzen. Damals war die Zahl der Transaktionen wesentlich höher.
Nach 2007 folgte eine fast zehn Jahre dauernde Schrumpfungsphase. Das Gesamtvolumen sank zeitweise unter 160 Millionen Euro. Erst die anhaltende Preiserholung brachte den Markt schrittweise wieder auf und schließlich über die früheren Umsatzwerte.
Weitere Entwicklung bleibt offen
Ob der Rekord im nächsten Quartal bestätigt wird, lässt sich aus den bisherigen Angaben nicht ableiten. Vorläufige Daten für ganz Katalonien zeigen im Juli 2026 eine gegenläufige Entwicklung. Die Zahl der Wohnungsverkäufe sank im Jahresvergleich um 7,9 Prozent auf 9.966. Im Juli 2025 waren es 10.824 gewesen.
Bei den Wohnungsbaukrediten gab es dagegen ein Plus. Im Juli wurden in Katalonien 8.687 Hypotheken für Wohnimmobilien eingetragen. Das waren 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und zugleich der höchste Wert unter allen autonomen Gemeinschaften. Die Hypotheken auf Immobilien jeder Art stiegen um 7,5 Prozent auf 11.129.
Der Grundbuchverband beobachtet seit Januar 2026 eine veränderte Tendenz. Die Hypotheken entwickeln sich demnach bislang stabiler als die Kaufverträge. Für Kaufinteressierte und Eigentümer in Girona bedeutet der Quartalsrekord deshalb vor allem, dass hohe Preise den Markt prägen. Eine Fortsetzung des starken Verkaufstempos ist noch nicht gesichert.
Quelle
Diari de Girona – „El mercat immobiliari a Girona mou més diners que mai: rècord històric trimestral en l’import de les compravendes“
https://www.diaridegirona.cat/economia/2026/09/09/mercat-immobiliari-girona-mou-mes-134042524.html
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Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 09. September 2026
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