Zurück zur Übersicht
Aktuelle Nachrichten24. Oktober 2026

Hotelpreise in Spanien steigen im September um 6,7 Prozent – Spanier buchen weniger, Kanaren legen moderater zu

Von Redaktion Spanienleben.de
Rezeption eines spanischen Strandhotels mit Zimmerkarte und Preisblatt vor Meerblick (KI-generierte Illustration)

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
Artikel teilen:

Spaniens Hotels haben im September im Schnitt 141,6 Euro pro belegtem Zimmer berechnet, 7,4 Prozent mehr als vor einem Jahr; der Hotelpreisindex stieg um 6,7 Prozent. Die Übernachtungen von Gästen aus Spanien sanken um 1,9 Prozent, die ausländischer Gäste stiegen um 3,2 Prozent. Auf den Kanaren wuchsen Preise und Erlöse langsamer als 2025.

Die Septemberzahlen des INE

Das Statistikamt INE hat am Freitag, 23. Oktober, die vorläufigen Hoteldaten für September 2026 veröffentlicht. Die Hotels zählten gut 40,1 Millionen Übernachtungen, 1,7 Prozent mehr als im September 2025. Die durchschnittliche Zimmerrate (ADR) lag bei 141,6 Euro (plus 7,4 Prozent), der Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) bei 110,5 Euro (plus 7,7 Prozent). Der Hotelpreisindex stieg im Jahresvergleich um 6,7 Prozent, belegt waren 67,0 Prozent der Betten (INE).

  • Übernachtungen von Gästen mit Wohnsitz in Spanien: minus 1,9 Prozent
  • Übernachtungen ausländischer Gäste: plus 3,2 Prozent
  • Januar bis September: insgesamt plus 1,5 Prozent, Inländer plus 0,1, Ausländer plus 2,2 Prozent
  • Höchste Belegung: Balearen mit 82,6 Prozent, Llucmajor mit 90,1 Prozent
  • Höchste Zimmerrate: Marbella mit 286,6 Euro (RevPAR 231,2 Euro)

Unter den ausländischen Gästen stellten Briten 27,2 und Deutsche 17,4 Prozent der Übernachtungen. Die wichtigsten Ziele ausländischer Gäste waren die Balearen (32,5 Prozent), Katalonien (18,4) und die Kanaren (17,7); Inländer zog es vor allem nach Andalusien, Katalonien und in die Comunitat Valenciana (INE).

Höhere Preise, weniger spanische Gäste

La Vanguardia sieht in den Daten einen Trend: Die Hotelpreise steigen seit Jahresbeginn stärker als die allgemeine Inflation, in den Sommermonaten Juni bis September um mehr als 7 Prozent. Nach der eigenen Auswertung der Zeitung auf Basis der INE-Hotelstatistik wuchsen die Sommerübernachtungen ausländischer Gäste seit 2022 um 14 Prozent auf 115,3 Millionen, während die der Inländer bei rund 56 Millionen stagnierten. Im September stellten ausländische Gäste 70,4 Prozent aller Übernachtungen, laut Zeitung der höchste Wert der Statistik (La Vanguardia).

Bruno Hallé von Cushman & Wakefield Hospitality verweist in dem Bericht auf starke Monate Juni und September, die die Abhängigkeit von Juli und August verringern, sowie auf die Rückkehr deutscher Gäste auf die Balearen. Zugleich wachse die Rentabilität wegen höherer Betriebskosten nicht im selben Tempo wie die Preise. In Katalonien kam im September eine Rekordzahl von 2,35 Millionen Hotelgästen, sie blieben aber im Schnitt nur 2,92 Nächte; in Barcelona lag die Zimmerrate bei 207 Euro (La Vanguardia).

Kanaren: Preise steigen, aber langsamer

Für die Kanaren wertet Canarias Ahora die INE-Tabellen so aus: Der Hotelpreisindex stieg im September um 4,11 Prozent, nach 7 Prozent im September 2025. Die Zimmerrate lag bei 136,2 Euro (knapp plus 3 Prozent), der RevPAR bei 115,6 Euro (plus 1,52 Prozent). Dass der Erlös pro verfügbarem Zimmer weniger stieg als die Rate, führt die Zeitung auf eine geringere Belegung als im Rekordjahr 2025 zurück (Canarias Ahora). Beide Werte liegen im Vergleich der Regionen weit vorn, angeführt jeweils von den Balearen.

Was das für Urlauber bedeutet

Hotelnächte in Spanien bleiben deutlich teurer als vor einem Jahr, vor allem auf den Balearen und an der Costa del Sol. Auf den Kanaren, wo jetzt die Wintersaison beginnt, ist der Anstieg geringer. Ein Ausblick auf Hotelpreise im Winter lässt sich aus den Septemberdaten nicht ableiten. Weitere Meldungen zu Reisen und Tourismus gibt es unter Nachrichten, Hintergründe zu den Inseln unter Gran Canaria und Mallorca.

Fazit

Die Septemberstatistik bestätigt den Kurs der Branche: höhere Preise, kürzere Aufenthalte und ein wachsender Anteil ausländischer Gäste. Für Inländer wird der Hotelurlaub im eigenen Land teurer, auf den Kanaren schwächt sich das Preiswachstum ab.

Quelle

Ratgeber zum Thema

Hintergrund und Praxiswissen, das über die aktuelle Meldung hinausgeht.

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 24. Oktober 2026

Unsere Redaktionsleitlinien

Artikel teilen

Kennst du jemanden, für den dieser Beitrag interessant ist?

Kostenlos abonnieren

Die Spanien-Woche – jeden Sonntag kostenlos im Posteingang

Verpasse keine wichtige Nachricht mehr: Jeden Sonntag senden wir dir die wichtigsten Meldungen aus Spanien. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.

Ähnliche Artikel

Tankwagen betankt ein Passagierflugzeug auf dem Vorfeld eines Flughafens vor Bergen (KI-generierte Illustration)

Kerosinpreis: Airlines halten Flugpreise im Winter stabil – für Sommer 2027 wächst die Unsicherheit

Die Fluggesellschaften bieten für die Balearen in diesem Winter mehr Sitzplätze an als im Vorjahr und halten die Ticketpreise bisher stabil, weil Preissicherungen den teuren Kerosin abfedern. Für den Sommer 2027 läuft dieser Schutz aus, warnt der Präsident des Airline-Verbands ALA, Javier Gándara. Wie viel davon bei den Ticketpreisen ankommt, sei offen. Gestrichene Flüge wurden nicht angekündigt.

Weiße Häuser in einer abschüssigen Gasse einer nordafrikanisch geprägten Küstenstadt in der Dämmerung (KI-generierte Illustration)

Ceuta: 74 Migranten in Wohnung entdeckt – Guardia Civil durchsucht Räume zweier Hilfsgruppen

Die Nationalpolizei hat in Ceutas Viertel El Príncipe 74 Migranten in einer überfüllten Wohnung gefunden, darunter zehn Minderjährige; ein Mann wurde als mutmaßlicher Kopf einer Schleuserbande festgenommen. In einem getrennten Verfahren durchsuchte die Guardia Civil die Räume von No Name Kitchen und Brigadas de Apoyo Mutuo und nahm zwei Aktivisten fest.