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Aktuelle Nachrichten2. September 2026

Bis zu 42 Grad: Neue Hitzephase trifft Spanien

Von Redaktion Spanienleben.de
Menschen schützen sich in einer spanischen Innenstadt bei großer Hitze vor der Sonne

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
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Der September beginnt in weiten Teilen Spaniens mit ungewöhnlich hohen Temperaturen. Besonders im Süden können die Höchstwerte bis auf 42 Grad steigen. Gleichzeitig warnt der spanische Wetterdienst vor sehr warmen Nächten, trockenen Gewittern und einer extremen Waldbrandgefahr. Die hohen Temperaturen treffen Spanien nach einem Sommer, der bereits durch zahlreiche Hitzetage und schwere Waldbrände geprägt war.

  • Ab dem 2. September steigen die Temperaturen in weiten Teilen Spaniens deutlich.
  • Im Guadalquivir-Tal können am Donnerstag örtlich bis zu 42 Grad erreicht werden.
  • Auch das Ebro-Tal, die nördliche Hochebene und Teile Mallorcas sind betroffen.
  • In Südspanien und am Mittelmeer werden verbreitet tropische Nächte erwartet.
  • Trockene Gewitter können die bereits hohe Waldbrandgefahr zusätzlich verschärfen.
  • AEMET geht derzeit eher nicht von einer formellen Hitzewelle aus.
  • Dennoch bestehen während der heißesten Stunden erhebliche gesundheitliche Risiken.
  • Die weitere Wetterentwicklung ab Freitag ist noch mit Unsicherheiten verbunden.

Urlauber und Residenten sollten nicht nur die Tageshöchstwerte, sondern vor allem die örtlichen Wetter- und Waldbrandwarnungen beachten.

Heiße und trockene Luft erreicht Spanien

Nach einer kurzen Phase mit teilweise normalen oder sogar etwas niedrigeren Temperaturen kehrt die Hitze nach Spanien zurück. Nach Angaben der staatlichen Wetterbehörde AEMET gelangt ab Mittwoch eine heiße, trockene und teilweise mit Saharastaub belastete Luftmasse über große Teile der Iberischen Halbinsel und die Balearen.

Verantwortlich dafür ist unter anderem ein isoliertes Höhentief südwestlich der Halbinsel. In Verbindung mit starker Sonneneinstrahlung lässt diese Wetterlage die Temperaturen zunehmend steigen.

AEMET erwartet ungewöhnlich hohe Werte für die Jahreszeit. Die Hitze soll zunächst mindestens bis Freitag anhalten. Wie schnell die Temperaturen danach wieder sinken, hängt von der weiteren Entwicklung des Höhentiefs ab.

Wo die höchsten Temperaturen erwartet werden

Am Mittwoch können die Temperaturen in den Flusstälern der südlichen Landeshälfte bereits Werte um 36 Grad erreichen. Im Guadalquivir-Tal sind örtlich bis zu 39 Grad möglich.

Am Donnerstag soll sich die Hitze noch einmal verstärken. In mehreren Tälern Südspaniens werden Höchstwerte um 40 Grad erwartet. Im Guadalquivir-Tal können die Thermometer nach der aktuellen Prognose örtlich sogar bis auf 42 Grad steigen.

Auch andere Landesteile sind betroffen. Im Ebro-Tal und in tieferen Lagen des Nordostens werden bis zu 37 Grad erwartet. Auf der nördlichen Hochebene können die Temperaturen verbreitet über 34 Grad liegen. Im Landesinneren Mallorcas sind ebenfalls Werte um 35 Grad möglich.

Die tatsächlichen Temperaturen können je nach Gemeinde, Höhenlage und Bewölkung unterschiedlich ausfallen. Reisende sollten deshalb zusätzlich die örtliche Vorhersage für ihren Aufenthaltsort kontrollieren.

Tropische Nächte erschweren die Erholung

Nicht nur die Tageshöchstwerte können problematisch werden. AEMET erwartet in der südlichen Hälfte Spaniens und an der Mittelmeerküste ungewöhnlich hohe Tiefsttemperaturen.

In zahlreichen Orten könnten die Temperaturen nachts nicht unter 20 Grad sinken. In diesem Fall spricht man von einer tropischen Nacht.

Besonders in dicht bebauten Städten können Wohnungen und Häuser die am Tag gespeicherte Wärme nur langsam wieder abgeben. Für ältere Menschen, kleine Kinder und Personen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen kann die fehlende nächtliche Abkühlung eine zusätzliche Belastung darstellen.

Auch Urlauber sollten beachten, dass sich die Temperaturen in Innenstädten und schlecht belüfteten Unterkünften deutlich von offiziellen Messwerten außerhalb bebauter Gebiete unterscheiden können.

Voraussichtlich keine formelle Hitzewelle

AEMET geht derzeit davon aus, dass die Wetterlage wahrscheinlich nicht die formalen Kriterien einer Hitzewelle erfüllt.

Für die Einstufung müssen bestimmte Temperaturgrenzwerte über mehrere aufeinanderfolgende Tage und in einem ausreichenden Anteil der Messstationen überschritten werden. Eine sehr hohe Temperatur an einzelnen Orten reicht dafür nicht automatisch aus.

Das bedeutet allerdings keine Entwarnung. Auch ohne offizielle Einstufung als Hitzewelle kann die Wetterlage ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. Entscheidend ist deshalb nicht die Bezeichnung der Wetterlage, sondern die tatsächliche Belastung am jeweiligen Aufenthaltsort.

Trockene Gewitter erhöhen die Waldbrandgefahr

Neben der Hitze können sich am Nachmittag örtlich Gewitter bilden. Problematisch sind sogenannte trockene Gewitter, bei denen zwar Blitze auftreten, aber nur wenig oder kein flächendeckender Regen den Boden erreicht.

Blitzeinschläge können auf trockenen Böden und in ausgedörrter Vegetation neue Waldbrände auslösen. Gleichzeitig können starke Windböen die Ausbreitung bereits bestehender Feuer beschleunigen.

Der Waldbrandgefahrenindex kann in mehreren Teilen Spaniens extreme Werte erreichen. Besonders Wanderer, Camper und Eigentümer ländlicher Grundstücke sollten deshalb die geltenden Einschränkungen beachten.

Offenes Feuer, Grillen oder Arbeiten mit Geräten, die Funken erzeugen können, sind in gefährdeten Gebieten häufig verboten oder stark eingeschränkt. Maßgeblich sind die Regelungen der jeweiligen autonomen Region und Gemeinde.

Mehr als 264.000 Hektar durch Feuer betroffen

Nach vorläufigen Angaben des spanischen Umweltministeriums waren bis zum 31. August rund 264.656 Hektar von Wald- und Vegetationsbränden betroffen.

Spanien registrierte bis zu diesem Zeitpunkt 44 Großbrände. Als Großbrand werden in der spanischen Statistik normalerweise Feuer bezeichnet, bei denen mindestens 500 Hektar betroffen sind.

Die aktuellen Zahlen können später noch korrigiert werden, weil die endgültige Flächenbestimmung häufig erst nach Abschluss der Löscharbeiten erfolgt.

Der September gehört in vielen Regionen weiterhin zur Waldbrandsaison. Das Ende des meteorologischen Sommers bedeutet deshalb noch keine allgemeine Entwarnung.

Tausende statistisch hitzebedingte Todesfälle

Das spanische System zur täglichen Überwachung der Sterblichkeit MoMo rechnet für die Monate Juni bis August mit 5.111 Todesfällen, die statistisch hohen Temperaturen zugeschrieben werden.

Dabei handelt es sich nicht um 5.111 einzeln medizinisch bestätigte Todesfälle durch einen Hitzschlag. Das Modell vergleicht die tatsächlich beobachtete Sterblichkeit mit den statistisch erwarteten Werten und berechnet, welcher Anteil wahrscheinlich mit den Temperaturen zusammenhängt.

Für Juni werden 937 temperaturbedingte Todesfälle ausgewiesen, für Juli 2.025 und für August 2.149. Einschließlich eines frühen Hitzeereignisses im Mai steigt der statistisch zugerechnete Wert auf 5.234 Todesfälle.

Besonders gefährdet sind ältere und pflegebedürftige Menschen, kleine Kinder, Schwangere sowie Personen mit chronischen Erkrankungen.

Was Urlauber und Residenten beachten sollten

Während der heißesten Tageszeit zwischen dem späten Vormittag und dem frühen Abend sollten anstrengende Aktivitäten möglichst reduziert werden.

Wichtig sind außerdem:

  • regelmäßig Wasser trinken,
  • Alkohol und sehr zuckerhaltige Getränke nur eingeschränkt konsumieren,
  • leichte und helle Kleidung tragen,
  • direkte Sonne möglichst vermeiden,
  • Kinder und Tiere niemals in geparkten Fahrzeugen zurücklassen,
  • Medikamente entsprechend den ärztlichen Vorgaben lagern,
  • örtliche AEMET-Warnungen und Mitteilungen der Gemeinden beachten.

Wanderungen und längere Ausflüge sollten möglichst in die frühen Morgenstunden verlegt werden. In Naturgebieten können Wege kurzfristig wegen Hitze oder Waldbrandgefahr gesperrt werden.

Wie sich das Wetter weiterentwickelt

Ab Freitag wird die Vorhersage unsicherer. Im Westen Spaniens könnte kühlere Atlantikluft für einen ersten Temperaturrückgang sorgen.

An der Mittelmeerküste und an der kantabrischen Küste könnten die Temperaturen dagegen zunächst weiter steigen. Im Südwesten nimmt gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit von Bewölkung und Gewittern zu.

Nach der derzeitigen Prognose sollen die Temperaturen ab Samstag in mehreren Regionen allmählich zurückgehen. Wie deutlich die Abkühlung ausfällt, bleibt jedoch abzuwarten.

Fazit

Spanien erlebt zum Beginn des Septembers eine weitere erhebliche Hitzephase. Im Süden sind örtlich bis zu 42 Grad möglich, während auch in anderen Landesteilen ungewöhnlich hohe Temperaturen erwartet werden.

Obwohl AEMET voraussichtlich keine formelle Hitzewelle ausrufen wird, bleiben die gesundheitliche Belastung und die Waldbrandgefahr hoch. Urlauber und Residenten sollten die lokalen Warnungen verfolgen und körperliche Aktivitäten an die Temperaturen anpassen.

Quellen

Quellen

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 02. September 2026

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