Mieten in Esporles: 80-Quadratmeter-Wohnung beansprucht laut Studie 98 Prozent des Einkommens

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Eine von Última Hora am 7. November vorgestellte Untersuchung zeigt den Druck auf den Wohnungsmarkt in Esporles. Die Miete für 80 Quadratmeter entspricht demnach 98 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens einer Person. Die Ergebnisse gelten für die Gemeinde, nicht für ganz Mallorca.
Eine lokale Kennzahl mit genauer Bezugsgröße
Wie viel Einkommen bleibt nach der Miete? Für Esporles auf Mallorca fällt eine von Última Hora am Samstag, 7. November 2026, vorgestellte Untersuchung besonders deutlich aus: Die Miete einer Wohnung mit 80 Quadratmetern entspreche 98 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens einer Person.
Die Bezugsgröße ist entscheidend. Gemeint ist nicht das gemeinsame Einkommen eines beliebigen Haushalts und auch nicht der Anteil, den jeder einzelne Mieter tatsächlich bezahlt. Die Untersuchung vergleicht eine bestimmte Wohnungsgröße mit einem durchschnittlichen persönlichen Nettoeinkommen. Daraus lässt sich keine konkrete Monatsmiete in Euro ableiten, solange der zugrunde gelegte Einkommenswert nicht genannt wird.
Sonia Vives untersucht den Wohnungsmarkt der Gemeinde
Última Hora nennt Sonia Vives als Urheberin der Analyse. Sie ist promovierte Wissenschaftlerin, Dozentin an der Universitat de les Illes Balears und Expertin für Wohnungsfragen. Die Untersuchung befasst sich mit Ungleichheiten auf dem Immobilienmarkt in Esporles.
Der Zeitungsbericht gibt Ergebnisse dieser lokalen Analyse wieder. Er erläutert jedoch nicht sämtliche methodischen Details zur Auswahl der Immobilien, zu den Mietdaten oder zur genauen Berechnung der Einkommensgrundlage. Die Kennzahlen werden hier deshalb als berichtete Untersuchungsergebnisse eingeordnet, nicht als eigenständig nachgerechnete amtliche Statistik.
Kaufpreise von 2010 bis 2025 mehr als verdoppelt
Für den Kauf einer Wohnung nennt der Bericht einen Anstieg von 313.186 Euro im Jahr 2010 auf 659.195 Euro im Jahr 2025. Damit liegt der ausgewiesene Wert nach fünfzehn Jahren bei mehr als dem Doppelten des Ausgangswerts.
Die beiden Jahreswerte bilden einen langfristigen lokalen Vergleich. Sie sind keine Aussage darüber, um wie viel Preise allein 2026 gestiegen sind. Ebenso wenig lässt sich daraus der Preis jeder Wohnung in Esporles oder eine Prognose für künftige Kaufpreise ableiten.
Eine weitere von Última Hora wiedergegebene Kennzahl lautet, dass eine Familie für den Wohnungskauf den Gegenwert von 17 Jahren ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens aufbringen müsste. Das beschreibt ein Verhältnis zwischen Kaufpreis und Einkommen, nicht die tatsächliche Laufzeit eines Kredits. Finanzierungszinsen und weitere Kosten sind damit nicht automatisch abgebildet.
Der Bürgermeister sieht Schwierigkeiten für Einwohner
Esporles' Bürgermeister Josep Ferrà äußert sich im Bericht besorgt darüber, dass Menschen trotz Arbeit Schwierigkeiten hätten, ihr Leben in der Gemeinde fortzuführen. Er verweist besonders auf junge Erwachsene, die ausziehen möchten, und Familien, die eine neue Mietwohnung benötigen.
Nach Darstellung der Zeitung fordert die Gemeinde weiterhin die Anerkennung als angespannter Wohnungsmarkt. Ferrà berichtet, das Rathaus habe den Govern aufgefordert, die vom Gemeinderat beschlossene Selbsterklärung anzunehmen. Der Artikel beschreibt damit eine Forderung der Gemeinde, keine bereits bestätigte Anerkennung durch die Regionalregierung und keine dadurch schon wirksame zusätzliche Mietregel.
Bezahlbarer Wohnraum bleibt ein Arbeitsziel
Ferrà bezeichnet die in Esporles vorgesehenen 18 IBAVI-Wohnplätze als ersten Schritt. Das kommunale Register zur Wohnungsnachfrage umfasst dem Bericht zufolge 110 Anträge, hinter denen 258 Personen stehen. Es handelt sich um den Stand dieses Registers, nicht um eine allgemeine Zählung sämtlicher Wohnungssuchenden auf Mallorca.
Das Rathaus arbeitet laut Última Hora außerdem an einem Verzeichnis leerer Wohnungen und prüft Anreize, damit diese auf den Mietmarkt gelangen. Dass daraus bereits zusätzliche verfügbare Mietwohnungen entstanden sind, bestätigt die Meldung nicht.
Esporles ist nicht ganz Mallorca
Die Ergebnisse zeigen die Belastung in einer einzelnen Gemeinde. Sie dürfen weder auf sämtliche Orte Mallorcas noch auf Spanien insgesamt übertragen werden. Wer die eigene Wohnentscheidung vorbereitet, sollte deshalb lokale Angebote und das persönliche Haushaltsbudget getrennt von dieser Durchschnittsbetrachtung prüfen.
Zum regionalen Hintergrund findest du unsere Einordnung zum Wohnungsmarkt für junge Menschen und Fachkräfte auf den Balearen. Weitere lokale Entwicklungen stehen in den Mallorca-Nachrichten und im Immobilienbereich.
Quelle
Última Hora – „Alquilar una vivienda en Esporles supone el 98 % del sueldo“
https://www.ultimahora.es/noticias/part-forana/2026/11/07/2744657/alquilar-vivienda-esporles-supone-del-sueldo.html
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Veröffentlicht am 07. November 2026
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