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Ceuta: Verteidigungsministerium schickt Audios mit mutmaßlichen Prahlereien über Gewalt an die Justiz

Von Redaktion Spanienleben.de
Außenansicht eines Behördengebäudes in Ceuta mit spanischer und EU-Flagge (KI-Illustration)

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

Inhaltsverzeichnis
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Das spanische Verteidigungsministerium hat Tonaufnahmen, auf denen Soldaten in Ceuta über Schläge gegen Migranten sprechen sollen, an die Justiz weitergeleitet. Das teilte das Ministerium am Donnerstag, 15. Oktober 2026, mit. Die Aufnahmen hatte zuvor elDiario.es veröffentlicht. Es handelt sich um Vorwürfe; eine gerichtliche Feststellung oder Verurteilung gibt es nicht.

Laut Ministerium wurden der Bericht und die Hinweise auf die Audios dem Bereitschaftsgericht in Ceuta und der Staatsanwaltschaft zugeleitet. Sie ergänzen Unterlagen, die das Ministerium dort bereits Ende September eingereicht hatte.

Was auf den Audios zu hören sein soll

Nach Angaben von elDiario.es unterhalten sich mindestens drei Soldaten während einer Wachschicht. Sie beschreiben demnach Schläge gegen Migranten „ohne dass sie damit rechnen“ und erniedrigende Behandlung. Laut RTVE sollen die Gespräche am 21. und 22. September auf der Straße neben dem Aufnahmezentrum CETI stattgefunden haben. Diese Angaben stammen von elDiario.es und sind nicht gerichtlich überprüft.

Stellungnahme des Ministeriums

Das Ministerium von Margarita Robles spricht in seiner Mitteilung von „mutmaßlich strafbarem Verhalten“ von Militärpersonal in Ceuta. Man leite die Informationen weiter, „um den guten Ruf der Streitkräfte zu wahren“. Zuvor hatten Ministeriumsquellen gegenüber dem Rundfunksender RNE erklärt, die Audios würden gemeinsam mit der zuständigen Stelle der laufenden Untersuchung geprüft.

Robles hatte die in Ceuta eingesetzten Soldaten noch am 11. Oktober verteidigt und die Kritik als „ungerecht“ bezeichnet.

Vorgeschichte: Amnesty-Bericht im September

Amnesty International hatte Ende September Vorwürfe wegen Schlägen, Belästigung und Demütigungen durch Soldaten erhoben. Nach Angaben der Organisation haben 22 von 65 befragten Migranten von Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung berichtet. Das Ministerium leitete diese Vorwürfe damals an Gericht und Staatsanwaltschaft weiter und ordnete eine interne Untersuchung an.

Amnesty-Spanien-Direktor Esteban Beltrán sagte nun, die Audios bestätigten die Vorwürfe. Er hat die Ministerin schriftlich um Auskunft gebeten, ob Soldaten vorläufig vom Dienst freigestellt wurden. Ergebnisse der Untersuchungen sind bislang nicht öffentlich bekannt.

Wie es weitergeht

Ob das Gericht in Ceuta ein Verfahren gegen einzelne Soldaten eröffnet, ist offen. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Den Amnesty-Bericht vom September haben wir im Beitrag über die Rede des Königs und die Vorwürfe gegen das Militär eingeordnet. Weitere Meldungen gibt es unter Ceuta, etwa zum Besuch des Königspaars am 13. Oktober.

Stand: Freitag, 16. Oktober 2026, 12:45 Uhr MESZ.

Quelle

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Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 16. Oktober 2026

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