18 Menschen vor Calp und Benidorm gerettet, Kanaren melden 45 Prozent weniger Ankünfte

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
Inhaltsverzeichnis
- Elf Menschen rund 37 Seemeilen vor Calp entdeckt
- Bericht über eine 15-tägige Fahrt
- Sieben weitere Menschen vor Serra Gelada gerettet
- Warum die Gesamtzahl 18 und nicht 29 beträgt
- Kanarenroute: 45 Prozent weniger registrierte Einreisen
- Deutlicher Anstieg im September
- Einordnung: Unterschiedliche Regionen und Zeiträume
- Fazit: Quellen bestätigen 18 Gerettete
In Gewässern der Provinz Alicante sind am Freitag und Samstag insgesamt 18 Menschen aus zwei Schlauchbooten gerettet worden. Elf von ihnen wurden rund 37 Seemeilen vor Calp entdeckt, sieben weitere vor Serra Gelada. Auf den Kanaren gingen die registrierten irregulären Einreisen in den ersten neun Monaten des Jahres laut Frontex um 45 Prozent zurück.
Elf Menschen rund 37 Seemeilen vor Calp entdeckt
In Gewässern der Provinz Alicante sind am Freitag, 16. Oktober 2026, und Samstag, 17. Oktober 2026, insgesamt 18 Menschen aus zwei Schlauchbooten gerettet worden. Die erste Gruppe bestand aus elf Menschen, darunter zwei Minderjährige. Ein Fischerboot hatte das manövrierunfähige Boot am Freitagabend rund 37 Seemeilen vor der Küste von Calp gesichtet und die Behörden verständigt.
Nach Angaben der von La Marina Plaza und Cadena SER zitierten Stellen ging der Hinweis um 20.22 Uhr ein. Salvamento Marítimo übernahm die Rettung und brachte die Menschen in den Hafen von Alicante. Die Geretteten waren den Berichten zufolge männlich und stammten aus Algerien.
Cadena SER berichtet von Anzeichen einer Dehydrierung. Zwei Insassen wurden laut La Marina Plaza wegen Sonnenverbrennungen in das Hospital General de Alicante gebracht. Weitere Nachrichten aus der Provinz und aus Spanien bündelt Spanienleben unter Nachrichten.
Bericht über eine 15-tägige Fahrt
Die Geretteten erklärten gegenüber der Polizei nach Angaben beider Medien, dass das Boot Algerien mit 17 oder 18 Menschen verlassen habe. Während der Überfahrt hätten sie sich auf See verirrt und insgesamt 15 Tage auf dem Wasser verbracht. Ihr Ziel seien nach dem Bericht von Cadena SER die Balearen gewesen.
Die Polizei vermutete laut La Marina Plaza, dass die nicht geretteten Insassen während der Überfahrt gestorben sein könnten. Eine bestätigte Zahl von Todesopfern oder Angaben zum Verbleib dieser Menschen liegen in den vorliegenden Quellen jedoch nicht vor. Entsprechend lässt sich nur die von der Polizei geäußerte Vermutung wiedergeben.
Sieben weitere Menschen vor Serra Gelada gerettet
Der zweite Einsatz folgte in der Nacht zum Samstag, 17. Oktober 2026. Gegen 2 Uhr rettete Salvamento Marítimo sieben Menschen aus einem weiteren Schlauchboot. Es war vor Serra Gelada beziehungsweise rund sieben Seemeilen vor Alicante entdeckt worden.
Unter den sieben Insassen waren den Berichten zufolge zwei mutmaßlich Minderjährige. Auch diese Gruppe wurde zur sozialmedizinischen Erstversorgung in den Hafen von Alicante gebracht. Einer der Geretteten kam wegen einer Verstauchung am Knöchel in das Hospital General de Alicante.
Die Einsätze ereigneten sich vor einem Küstenabschnitt, über den Spanienleben regelmäßig im Ressort Costa Blanca berichtet.
Warum die Gesamtzahl 18 und nicht 29 beträgt
Die Quellen ordnen die beiden Einsätze eindeutig derselben Gesamtbilanz zu: elf Menschen im ersten und sieben Menschen im zweiten Boot ergeben insgesamt 18 Gerettete. Die elf Menschen vor Calp sind damit Teil der von Cadena SER und La Marina Plaza genannten Gruppe von 18.
Kanarenroute: 45 Prozent weniger registrierte Einreisen
Unabhängig von den Rettungen an der Costa Blanca meldet RTVC für die Kanarischen Inseln einen deutlichen Rückgang. Nach den dort wiedergegebenen Daten der europäischen Grenzschutzagentur Frontex sanken die registrierten irregulären Einreisen auf der Kanarenroute in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 um 45 Prozent gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres.
Frontex zählte demnach von Januar bis einschließlich September rund 7.100 Einreisen. Als wichtigste registrierte Nationalitäten nennt die Agentur marokkanisch, senegalesisch und gambisch. Frontex verweist laut RTVC auf Präventionsmaßnahmen Mauretaniens sowie zuletzt Senegals und Gambias in Zusammenarbeit mit Spanien und der Europäischen Union. Zugleich bezeichnet die Agentur die Entwicklung als volatil.
Die Ankünfte auf El Hierro vom Sonntag, 18. Oktober, und Montag, 19. Oktober 2026, sind bereits im Hintergrundartikel zu den Bootsankünften auf Ibiza, bei Cartagena und auf El Hierro berücksichtigt und werden hier nicht erneut als neue Ereignisse gezählt.
Deutlicher Anstieg im September
Der Rückgang über neun Monate verlief nicht gleichmäßig. Im September registrierte Frontex nach dem RTVC-Bericht fast 1.900 Einreisen auf der Kanarenroute. Das waren viermal so viele wie im August. Gemeldet wurden Abfahrten aus Marokko und Gambia in Richtung der Inselgruppe.
Für die gesamte Europäische Union nennt RTVC auf Grundlage vorläufiger Frontex-Daten etwas mehr als 91.000 irreguläre Grenzübertritte in den ersten neun Monaten. Das entspreche einem Rückgang um etwa ein Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die westliche Mittelmeerroute war demnach die einzige große Route mit einem Anstieg: Dort wurden 18.260 Übertritte und damit 26 Prozent mehr registriert. Die von RTVC wiedergegebenen Angaben enthalten noch keine Daten zu Ceuta.
Einordnung: Unterschiedliche Regionen und Zeiträume
Die Rettungen vor Calp und Serra Gelada beschreiben zwei konkrete Einsätze an zwei Tagen. Die Kanarenzahl umfasst dagegen einen statistischen Zeitraum von neun Monaten. Beide Angaben dürfen deshalb weder miteinander verrechnet noch als unmittelbar vergleichbare Entwicklungen dargestellt werden.
Auch aus dem Anstieg im September lässt sich keine Umkehr des Rückgangs für den gesamten Neunmonatszeitraum ableiten. Frontex-Direktor Hans Leijtens warnte laut RTVC, dass sich die Lage schnell verändern könne. EU-Innenkommissar Magnus Brunner erklärte, Schleuser passten Routen und Methoden an. Seine angekündigten Vorschläge zu zusätzlichen Befugnissen für Frontex und zu einem Notfallrahmen sind politische Absichten und keine bereits geltenden Änderungen.
Fazit: Quellen bestätigen 18 Gerettete
Für die Provinz Alicante ist nach übereinstimmenden Berichten die Rettung von 18 Menschen aus zwei Booten bestätigt. Elf wurden vor Calp, sieben vor Serra Gelada aufgenommen. Auf der Kanarenroute verzeichnet Frontex für Januar bis September einen Rückgang von 45 Prozent, zugleich aber einen markanten Anstieg im September gegenüber August.
Quelle
La Marina Plaza – „Rescatados 11 migrantes, dos de ellos menores, en una lancha neumática en Calp“
https://lamarina.eldiario.es/2026/10/19/rescatados-11-migrantes-dos-de-ellos-menores-en-una-lancha-neumatica-en-calp/Cadena SER – „Rescatan en aguas de Alicante a 18 migrantes, cuatro menores, que viajaban en dos pateras“
https://cadenaser.com/comunitat-valenciana/2026/10/19/rescatan-en-aguas-de-alicante-a-18-migrantes-cuatro-menores-que-viajaban-en-dos-pateras-radio-alicante/RTVC – „La llegada de migrantes cae un 45 % en Canarias“
https://rtvc.es/llegada-migrantes-cae-45-canarias-19-octubre-2026/
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Redaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 20. Oktober 2026
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