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Billigflieger treiben Wachstum am Flughafen Barcelona-El Prat

Von Redaktion Spanienleben.de
Passagierflugzeuge und Terminalgebäude am stark ausgelasteten Flughafen Barcelona-El Prat

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Der Flughafen Barcelona-El Prat hat von Juni bis August 2026 insgesamt 17,26 Millionen Passagiere abgefertigt. Das waren 4,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vueling, Ryanair und Wizz Air wuchsen zusammen noch stärker und erreichten mit 10,69 Millionen Reisenden knapp 62 Prozent Marktanteil. Damit steigt der Druck auf einen Flughafen, dessen technische Kapazitätsgrenze mit 55 Millionen Passagieren pro Jahr angegeben wird.

Billigflieger wachsen schneller als der Gesamtmarkt

Billigfluggesellschaften haben das Passagierwachstum am Flughafen Barcelona-El Prat im Sommer 2026 maßgeblich angetrieben. Zwischen Juni und August wurden insgesamt 17,26 Millionen Reisende abgefertigt. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2025 entspricht das einem Plus von 4,6 Prozent.

Die drei nach Verkehrsaufkommen führenden Fluggesellschaften Vueling, Ryanair und Wizz Air beförderten gemeinsam 10,69 Millionen Passagiere. Ihr Wachstum lag mit 7,28 Prozent deutlich über der Entwicklung des gesamten Flughafens. Zusammen kamen sie auf knapp 62 Prozent des Passagieraufkommens und damit auf einen fast zwei Prozentpunkte höheren Anteil als im Vorjahressommer.

Die Zahlen zeigen, wie stark die Entwicklung von El Prat durch Anbieter mit günstigen Tarifmodellen geprägt wird. Weitere Berichte aus Barcelona und Katalonien finden sich im Bereich Costa Brava und Barcelona.

Wizz Air verzeichnet den stärksten Zuwachs

Besonders kräftig expandierte Wizz Air. Die ungarische Fluggesellschaft steigerte ihre Passagierzahl von Juni bis August um 39,2 Prozent auf 1,12 Millionen. Damit erreichte sie einen Marktanteil von 6,5 Prozent am Flughafen Barcelona und verringerte den Abstand zu Ryanair.

Ryanair beförderte während der drei Sommermonate 2,8 Millionen Reisende. Das waren 6,4 Prozent mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Der Marktanteil der irischen Fluggesellschaft lag bei 16,22 Prozent.

Vueling blieb mit großem Abstand der wichtigste Anbieter in El Prat. Die zum IAG-Konzern gehörende Fluggesellschaft kam auf 6,77 Millionen Passagiere und damit auf einen Zuwachs von 3,7 Prozent. Ihr Anteil bewegte sich weiter nahe der Marke von 40 Prozent. Für das gesamte Jahr 2026 hat Vueling in Barcelona eine Million zusätzliche Sitzplätze eingeplant. Im Jahr 2025 hatte die Gesellschaft dort 22,7 Millionen Menschen befördert.

Kapazitätsgrenze rückt in den Mittelpunkt

Das Wachstum trifft auf eine bereits stark ausgelastete Infrastruktur. Als technische Obergrenze von Barcelona-El Prat gelten 55 Millionen Passagiere pro Jahr. Diese Marke war bereits 2025 überschritten worden. Das steigende Verkehrsaufkommen erhöht damit den Druck auf Terminals, Rollwege und Start- und Landebahnen.

Die Nachfrage und die Wachstumspläne der Fluggesellschaften stehen nur begrenzt verfügbaren Kapazitäten gegenüber. Vor allem in stark nachgefragten Reisezeiten wird die operative Auslastung dadurch zu einer zentralen Frage für die weitere Entwicklung des Flughafens. Der Stand dieser Planungen und Angaben ist der 17. September 2026.

El Prat ist nicht nur ein wichtiges Drehkreuz für Barcelona, sondern auch der mit Abstand bedeutendste Flughafen Kataloniens. Die Entwicklung unterscheidet sich von Girona: Dort sank die Passagierzahl zwischen Juni und August um 2,36 Prozent. Ryanair hatte im Zuge des Streits mit dem Flughafenbetreiber Aena über Gebühren das Sitzplatzangebot in Girona um elf Prozent gekürzt. Weitere aktuelle Meldungen stehen unter Nachrichten aus Spanien.

1,76 Milliarden Euro für Terminals und Flugbetrieb

Um die bestehende Infrastruktur zu verbessern, sind im Regulierungsrahmen DORA III Investitionen von insgesamt 1,76 Milliarden Euro für Barcelona-El Prat vorgesehen. Das Programm betrifft die Jahre 2027 bis 2031 und wurde am 15. September vom spanischen Ministerrat gebilligt.

Ein Schwerpunkt ist die Umgestaltung der Terminals T1 und T2. An der T1 soll die Fassade um 38 Meter in Richtung der gegenüberliegenden Parkflächen versetzt werden. In diesem Zusammenhang ist auch der Abriss des historischen Kontrollturms vorgesehen, der seit 2005 nicht mehr in Betrieb ist. Die Verkehrsflächen für Taxis, Busse und Mietwagen mit Fahrer sollen neu geordnet werden.

Durch die teilweise Überdachung von Innenhöfen und weitere seitliche Erweiterungen soll die T1 rund 70.000 Quadratmeter Fläche hinzugewinnen. Diese zusätzliche Fläche ist unter anderem für einen größeren Check-in-Bereich und eine effizientere Abfertigung vorgesehen. Die ältere T2 soll umfassend renoviert werden. Geplant ist zudem, das Miró-Wandbild an die Hauptfassade der T1 zu versetzen.

Pistenverlängerung nicht in DORA III enthalten

Neben den Terminalarbeiten sind Verbesserungen am Flugfeld und an den vorhandenen Pisten geplant. Dazu zählen ein neuer Schnellabrollweg an der Querbahn sowie eine vollständige Erneuerung der meerseitigen Startbahn, die für Abflüge genutzt wird. Diese Maßnahmen sollen den Betrieb mit der bestehenden Infrastruktur optimieren.

Die politisch und planerisch weitergehende Erweiterung ist jedoch nicht Bestandteil von DORA III. Die Verlängerung der Piste und der Bau eines Satellitenterminals wurden in die darauffolgende Regulierungsperiode von 2032 bis 2036 verschoben. Für die Erweiterung ist außerdem eine Genehmigung aus Brüssel erforderlich. Nach den vorliegenden Angaben könnte sie deshalb nicht vor 2035 Realität werden.

Damit konzentriert sich die Investitionsphase bis 2031 auf Umbauten und betriebliche Verbesserungen innerhalb des vorhandenen Flughafens. Das starke Sommerwachstum von Vueling, Ryanair und Wizz Air macht zugleich sichtbar, wie knapp der Spielraum bis zu einer umfassenderen Erweiterung geworden ist.

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 17. September 2026

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