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Balearen erleben heißesten Sommer seit Beginn der Messungen

Von Redaktion Spanienleben.de
Sonnenuntergang über der Küste Mallorcas nach einem außergewöhnlich heißen Sommertag

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Mallorca und die übrigen Balearen haben den heißesten Sommer seit Beginn der Messreihe im Jahr 1961 erlebt. Die Durchschnittstemperatur lag bei 27,1 Grad und damit drei Grad über dem üblichen Wert. Auch zahlreiche weitere Hitzeindikatoren erreichten neue Höchststände. Für den Herbst erwartet Aemet ebenfalls überdurchschnittliche Temperaturen.

Ein Sommer mit mehreren Hitzerekorden

Der Sommer 2026 war auf den Balearen außergewöhnlich heiß. Nach Angaben der staatlichen Wetterbehörde Aemet erreichte die mittlere Temperatur 27,1 Grad. Das waren drei Grad mehr als der übliche Wert und zugleich der höchste Durchschnitt seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961.

Der Rekord beschränkte sich nicht auf einen einzelnen Messwert. Neue Höchststände gab es auch bei den monatlichen Mitteltemperaturen, den täglichen Maximalwerten und den hohen nächtlichen Tiefstwerten. Zudem wurden besonders viele warme und sehr warme Tage sowie tropische und extrem heiße Nächte registriert.

Mallorca trafen vier Hitzewellen

Die Belastung war auf den Inseln unterschiedlich verteilt. Mallorca erlebte im Verlauf des Sommers vier Hitzewellen. Auf Ibiza wurden drei Hitzewellen gezählt. Menorca blieb dagegen von Hitzewellen verschont.

Die lang anhaltende Wärme war für Einwohner und Urlauber vor allem nachts spürbar. Hohe Mindesttemperaturen erschwerten die Abkühlung von Häusern und Wohnungen. Viele Menschen blieben deshalb nach eigenen Angaben zu Hause und nutzten Klimaanlagen, um der größten Hitze zu entgehen.

Trockenheit trotz heftiger Unwetter

Neben der Hitze prägte Trockenheit den Sommer auf den Balearen. Insgesamt fiel wenig Regen. Einzelne schwere Unwetter änderten an der trockenen Gesamtbilanz jedoch nichts.

Besonders auffällig waren die intensiven Gewitter und Niederschläge am 20. und 21. August sowie die sintflutartigen Regenfälle am 9. September. Außerdem wurden sogenannte Rissagas beobachtet. Diese plötzlichen Schwankungen des Meeresspiegels traten nicht nur in Ciutadella auf Menorca, sondern auch an weiteren Orten der Inselgruppe auf.

Herbst bleibt wahrscheinlich ungewöhnlich warm

Auch nach dem Rekordsommer ist vorerst keine Rückkehr zu üblichen Temperaturen zu erwarten. Das Aemet-Zentrum auf den Balearen beziffert die Wahrscheinlichkeit eines überdurchschnittlich warmen Zeitraums von Oktober bis Dezember auf 70 Prozent. María José Guerrero, Sprecherin der Wetterbehörde auf den Inseln, erwartet für diese drei Monate im Mittel mehr als 15 Grad.

Mit dem Fortschreiten des Herbstes sollen die Temperaturen zwar schrittweise sinken. Für Oktober werden im Durchschnitt 19 Grad erwartet, für November 14 Grad und für Dezember 12 Grad. Über den gesamten Zeitraum betrachtet dürfte es dennoch wärmer bleiben als gewöhnlich. Für die Niederschlagsmenge sieht die saisonale Prognose dagegen keine deutliche Abweichung von den üblichen Werten.

Was die Prognose für den Alltag bedeutet

Für Urlauber bedeutet die Vorhersage eine erhöhte Chance auf warmes Wetter bis weit in den Herbst. Zugleich können auch außerhalb der klassischen Hochsaison belastende Temperaturen auftreten. Sonnenschutz, ausreichend Wasser und körperlich anstrengende Aktivitäten in den kühleren Tagesstunden bleiben daher sinnvoll.

Residenten sollten damit rechnen, dass sich Häuser und Wohnungen am Abend weiterhin nur langsam abkühlen. Der Bedarf an Ventilatoren oder Klimaanlagen kann länger anhalten als in einem durchschnittlichen Jahr. Die Prognose beschreibt allerdings einen Mittelwert für das gesamte Quartal. Sie erlaubt keine verlässliche Aussage über das Wetter an einzelnen Tagen oder konkrete Unwetter.

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

Wir berichten aus Spanien über Auswandern, Alltag, Immobilien und aktuelle Nachrichten – recherchiert anhand offizieller Quellen und spanischer Medien.

Veröffentlicht am 11. September 2026

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