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AP-7 erreicht nach 45 Prozent mehr Verkehr ihre Belastungsgrenze

Von Redaktion Spanienleben.de
Dichter Auto- und Lastwagenverkehr auf der AP-7 bei Gelida in Katalonien

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Seit dem Ende der Maut im September 2021 ist der Verkehr auf der AP-7 in Katalonien um durchschnittlich 45 Prozent gestiegen. 2026 hat die Entwicklung laut dem Servei Català de Trànsit ein Plateau erreicht. Weniger Fahrzeuge sind deshalb nicht unterwegs. Vor allem an Wochenenden und nach Zwischenfällen bleiben lange Staus ein Problem.

Vom Mautende zum Verkehrsboom

Im September 2021 verschwanden die Mautschranken auf der AP-7. Danach verlagerte sich viel Verkehr auf die Autobahn. Neben Fernreisenden und Lastwagen nutzten zunehmend auch Pendler die Strecke für kürzere Wege.

Innerhalb von fünf Jahren nahm die Verkehrsmenge im Durchschnitt um 45 Prozent zu. Nach Angaben des Servei Català de Trànsit, kurz SCT, ist dieses Wachstum 2026 zum Stillstand gekommen. Die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke steige in diesem Jahr nicht mehr, erklärte SCT-Direktor Ramon Lamiel.

Das Plateau bedeutet allerdings keine Entlastung. Es zeigt vielmehr, dass sich der Verkehr auf einem sehr hohen Niveau stabilisiert hat. Besonders stark belastet ist der Vallès. Dort fahren auf einzelnen Abschnitten bis zu 150.000 Fahrzeuge am Tag.

Mehr Verkehr, aber weniger Risiko auf Nebenstraßen

Das Ende der Maut hatte unterschiedliche Folgen. Staus, Pannen und andere Zwischenfälle belasten die AP-7 seitdem stärker. Zugleich wechselten viele Lastwagen und Pkw von Landstraßen auf die Autobahn. Das senkte das Risiko von Frontalzusammenstößen auf den gefährlicheren Nebenstrecken.

Auf der AP-7 selbst stieg die Zahl der Verkehrstoten zunächst deutlich. 2022 starben dort 24 Menschen. Im Referenzjahr 2019 waren es neun gewesen. Bis September 2026 wurden zwölf Todesopfer gezählt. Sieben davon waren Motorradfahrer.

Auch schwere Verletzungen bleiben ein Problem. Ihre Zahl hat sich auf der Autobahn gegenüber 2019 verdoppelt. Im übrigen katalanischen Straßennetz sank sie dagegen um 16 Prozent. Zwischenfälle unter Beteiligung von Lastwagen nahmen seit 2019 um 20 Prozent zu.

Wo und wann Staus besonders wahrscheinlich sind

Die Engpässe folgen einem bekannten Wochenrhythmus. Freitagnachmittags und Samstagvormittags wird es vor allem an der Verbindung mit der A-2 bei Martorell sowie an der C-33 bei Montmeló schwierig. Sonntags stockt der Rückreiseverkehr von der Küste besonders bei Sant Celoni und la Roca.

Unter der Woche können schon einzelne Lkw-Pannen oder Unfälle große Rückstaus auslösen. Die hohe Grundauslastung lässt wenig Raum, um Fahrstreifen zu sperren oder Fahrzeuge zu bergen. Für Pendler bedeutet das, dass Fahrzeiten trotz des Verkehrsplateaus schwer kalkulierbar bleiben.

Urlauber sollten besonders für Fahrten zur Küste und für die Rückreise am Sonntag zusätzliche Zeit einplanen. Vor der Abfahrt lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Verkehrslage. Eine stagnierende Fahrzeugzahl ist nicht mit freien Straßen gleichzusetzen.

Bisher helfen vor allem kurzfristige Eingriffe

Der SCT setzt unter anderem auf variable Tempolimits, zusätzliche Fahrstreifen an Wochenenden und Überholverbote für Lastwagen. Hinzu kommen mobile Radarkontrollen, Polizeikontrollen und Verkehrsmeldungen für Navigationssysteme. Diese Maßnahmen können Belastungsspitzen dämpfen, beseitigen aber keine strukturellen Engpässe.

Als besonders dringlich gelten bessere Anschlüsse zwischen der C-58 und der AP-7 im Vallès, zwischen AP-7 und A-2 bei Martorell sowie am Knoten mit der C-60. Eine Verbindung der B-30 mit der AP-7 im Vallès ist wegen vorhandener Brücken dagegen nicht möglich.

Ausbau soll Entlastung bringen

Auf drei wichtigen Abschnitten sind zusätzliche Fahrstreifen vorgesehen. Betroffen sind Sant Celoni–Montornès del Vallès, Martorell–Vilafranca und L’Hospitalet de l’Infant–Amposta. Zusammen umfassen die Planungen etwa 90 Kilometer. Bis zur Umsetzung dürften jedoch noch Jahre vergehen.

Daneben plant die katalanische Regierung gemeinsam mit dem SCT ein digitales Abbild des Straßennetzes rund um Barcelona. Das Modell soll 326 Kilometer erfassen. Damit sollen reale Verkehrslagen überwacht und mögliche Maßnahmen virtuell getestet werden.

Bis größere Bauprojekte fertig sind, bleibt die Verkehrssteuerung entscheidend. Der Wachstumsstopp verschafft den Verantwortlichen zwar mehr Planungssicherheit. Für Fahrer ändert sich kurzfristig aber wenig: Die AP-7 bleibt eine stark ausgelastete Hauptachse mit hoher Staugefahr.

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 09. September 2026

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