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Almayate: Anwohner wehren sich gegen Pläne für 1.121 Wohnungen

Von Redaktion Spanienleben.de
Agrarflächen der Vega von Almayate zwischen Feldern, Küstenstraße und Mittelmeer

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt

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Anwohner von Almayate, El Hornillo und dem Delta des Río Vélez wenden sich gegen die im neuen Stadtentwicklungsplan von Vélez-Málaga vorgesehene Bebauung großer Agrarflächen. Während der öffentlichen Konsultation zum PGOM 26 verlangen sie für das etwa 210 Hektar große Gebiet die Nullvariante ohne weiteres städtisches Wachstum. Im Mittelpunkt stehen derzeit Angaben zu 1.121 Wohnungen und 2.152 Hotelzimmern, wobei auf der Website des Projektträgers teils andere Zahlen erscheinen. Der Plan ist mit

Widerstand gegen Bebauung der Vega von Almayate

Anwohner von Almayate, El Hornillo und dem Umfeld des Deltas des Río Vélez haben sich an die Stadtverwaltung von Vélez-Málaga gewandt, um eine umfangreiche touristische und wohnwirtschaftliche Entwicklung an der Küste zu verhindern. Anlass ist die öffentliche Konsultation zum angepassten Vorentwurf des neuen Plan General de Ordenación Municipal, kurz PGOM 26. In ihren Eingaben fordern die Bewohner, die landwirtschaftliche Nutzung des Gebiets zu bewahren und keine neuen Bauflächen zwischen Almayate und der Flussmündung auszuweisen.

Betroffen ist eine der größten noch unbebauten Agrarflächen in erster Küstenlinie innerhalb des Gemeindegebiets. Die Vega am Unterlauf des Río Vélez umfasst nach den vorliegenden Angaben rund 210 Hektar. Das Areal erstreckt sich über einen Küstenabschnitt von mehr als 2,5 Kilometern und ist seit Langem Gegenstand städtebaulicher Planungen. Weitere Meldungen aus der Provinz Málaga finden sich im Bereich Nachrichten.

1.121 Wohnungen und 2.152 Hotelzimmer genannt

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die sogenannte Área de Oportunidad del Delta del Río Vélez, die von Salsa Inmobiliaria vorangetrieben wird. Eine aktuelle Datenübersicht des Unternehmens nennt für das Vorhaben 1.121 Wohnungen und 2.152 Hotelzimmer. Der Projektträger beschreibt das Gebiet als künftige hochwertige Tourismus- und Wohnentwicklung mit Unterkünften, Sportanlagen und Grünflächen.

Die Größenordnung ist allerdings noch nicht endgültig festgelegt. Auf derselben Website enthält der beschreibende Text weiterhin abweichende Angaben von 1.178 Wohnungen und 2.015 Hotelzimmern. In früheren Phasen des Planungsverfahrens war zudem von bis zu 1.221 Wohnungen die Rede. Welche Zahlen am Ende maßgeblich wären, müsste erst in denjenigen Planungsinstrumenten konkretisiert werden, die das Verfahren tatsächlich durchlaufen.

Damit handelt es sich nicht um ein beschlossenes Bauprogramm. Mit Stand vom 17. September 2026 befindet sich der PGOM 26 weiterhin in Ausarbeitung. Der angepasste Vorentwurf muss weitere Verfahrensschritte passieren, bevor das künftige Stadtentwicklungsmodell von Vélez-Málaga feststeht.

Anwohner fordern die Nullvariante

Die eingereichten Stellungnahmen verlangen die sogenannte Alternativa Cero, also die Nullvariante. Danach soll der neue PGOM im Küstenbereich zwischen Almayate und der Mündung des Río Vélez kein zusätzliches städtisches Wachstum vorsehen. Außerdem fordern die Bewohner einen besonderen Schutz für den traditionellen Siedlungskern El Hornillo und den Erhalt der bestehenden Landwirtschaft.

Die Ebenen des Deltas und der Vega sollen nach dem Willen der Initiatoren als ländlicher Boden mit besonderem Schutz für Landwirtschaft und Landschaft klassifiziert werden. Zu den vorgebrachten Gründen zählen das Überschwemmungsrisiko, die Verfügbarkeit von Wasser, der Verlust produktiver Agrarflächen und mögliche Auswirkungen auf die Umwelt des Flussdeltas. Hinzu kommt der Hinweis, dass es in Vélez-Málaga bereits andere als Bauland vorgesehene, aber noch nicht entwickelte Flächen gebe.

Diese Punkte sind Forderungen und Argumente der Anwohner innerhalb der öffentlichen Beteiligung. Sie stellen keine abschließenden technischen Feststellungen der zuständigen Behörden dar. In der gegenwärtigen frühen Verfahrensphase werden Vorschläge und Alternativen gesammelt, die das Planungsteam prüfen kann. Formelle Einwendungen im Rahmen späterer Genehmigungsphasen sind davon zu unterscheiden.

Agrarlandschaft mit langer Nutzungsgeschichte

Die Flächen am Unterlauf des Río Vélez waren historisch mit der früheren Zuckerfabrikgesellschaft Sociedad Azucarera Larios verbunden. Über Jahrzehnte wurde dort Zuckerrohr angebaut. Später dienten große Teile der Vega dem Gemüseanbau und subtropischen Kulturen. Gerade diese fortbestehende landwirtschaftliche Nutzung führen die Gegner einer Bebauung als Argument für den Schutz des Gebiets an.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Entwicklung des Deltas im Jahr 2024. Damals öffnete die Regionalregierung von Andalusien den Weg für eine Änderung des Raumordnungsplans der Axarquía, des POTAX. Dadurch könnte die touristische Entwicklungszone am Delta grundsätzlich für nautische und sportbezogene Anlagen infrage kommen. Dies schuf eine raumplanerische Möglichkeit für einen künftigen Sporthafen nahe der Mündung. Ein solches Projekt müsste jedoch ein eigenes Verfahren und die erforderlichen Fachprüfungen durchlaufen.

Hochwasser und Umweltfragen prägen die Debatte

Auch die Umweltorganisation GENA-Ecologistas en Acción hatte die Änderung des POTAX kritisiert und einen Zusammenhang zwischen möglichen nautischen Anlagen und der vorgesehenen städtebaulichen Entwicklung hergestellt. Ihr Sprecher Rafael Yus verwies wiederholt auf die Anfälligkeit des Deltas für Küstenrückgang und Überschwemmungen. In der örtlichen Debatte spielt zudem das Hochwasser vom 13. November 2024 eine Rolle, als starke Niederschläge den Río Vélez im Bereich seiner Mündung über die Ufer treten ließen.

Demgegenüber hebt der Projektträger die Lage an den Stränden von Almayate sowie die geplante Verbindung von Wohnungen, Hotels, Sportangeboten und Grünflächen hervor. Die gegensätzlichen Positionen treffen nun im PGOM-Verfahren aufeinander: Auf der einen Seite steht das Modell einer touristisch geprägten Küstenentwicklung, auf der anderen die Forderung, die Vega, El Hornillo und das Delta landwirtschaftlich und landschaftlich zu schützen. Mehr Hintergründe zur Umgebung bietet die Seite zur Costa del Sol.

Entscheidung fällt erst in späteren Planungsphasen

Die öffentliche Konsultation legt noch nicht fest, welche Variante umgesetzt wird. Sie ermöglicht es Bürgern und betroffenen Gruppen, ihre Vorschläge frühzeitig in die Erarbeitung des Plans einzubringen. Anschließend muss der PGOM weitere Schritte durchlaufen, in denen Inhalte präzisiert und die notwendigen Prüfungen vorgenommen werden.

Fest steht daher bislang weder die endgültige Zahl der Wohnungen und Hotelkapazitäten noch die konkrete Abgrenzung und Ausgestaltung einer möglichen Bebauung. Ebenso wenig ist entschieden, ob die von den Anwohnern geforderte Nullvariante Eingang in den Plan findet. Der Konflikt betrifft gegenwärtig die politische und planerische Grundentscheidung, ob eine große Agrarlandschaft an der östlichen Costa del Sol geschützt oder für eine umfangreiche touristische und wohnwirtschaftliche Entwicklung geöffnet werden soll.

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Quelle

Redaktion Spanienleben.de

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Veröffentlicht am 17. September 2026

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