Waldbrandgefahr in Spanien: Höchste Alarmstufe in Teilen Kataloniens
Während sich mehrere Brände stabilisieren, bleibt die Lage in Katalonien kritisch. In rund 50 Gemeinden gilt wegen extremer Waldbrandgefahr die höchste Alarmstufe.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Mehrere große Waldbrände in Spanien haben sich stabilisiert. Die Gefahr ist jedoch nicht gebannt. Hitze und extrem trockene Böden können weiterhin neue Feuer und ein erneutes Aufflammen begünstigen.
Besonders kritisch bleibt die Lage in Katalonien. Dort gilt in rund 50 Gemeinden die höchste Stufe des Pla Alfa. Der Zugang zur Natur ist in diesen Gebieten vollständig verboten.

Nach Angaben des Ministeriums für den ökologischen Wandel sind 2026 bislang 186.480 Hektar in Spanien verbrannt. Das ist mehr als fünfmal so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Höchste Warnstufe in Katalonien
Die Gemeinden mit Warnstufe 4 liegen vor allem in Ponent und Zentralkatalonien. Weitere rund 220 Gemeinden in bis zu 23 Comarcas befinden sich auf Stufe 3.
Zur höchsten Gefahrenstufe gehören unter anderem Sant Mateu de Bages, Pinós, Torà, Fatarella, Seròs, Sanaüja, Flix und Ascó. Auch Tremp, Abella de Camarasa, Ponts, Coll de Nargó und Oliana sind betroffen.
Mehrere Naturräume in den Vorpyrenäen der Provinz Lleida bleiben gesperrt. Dazu zählen Baronia de Rialb, Montsec de Rúbies, Montsec d’Ares und Ribera Salada. Neben den Zugangssperren sind viele Aktivitäten im Freien eingeschränkt.
Feuer bei Senet erneut aufgeflammt
Gewitterwinde haben den Brand bei Senet in der Gemeinde Vilaller am Samstag wieder angefacht. Dabei entstand eine Pyrocumulus-Wolke. Die auf Waldbrände spezialisierte Einheit Graf hatte diese Entwicklung erwartet.
Die Spitze des Feuers erreichte den Gebirgskamm auf etwa 2.300 Metern Höhe. Zudem entstanden mehrere neue Brandherde. Einige lagen bis zu einem Kilometer entfernt.
Die Feuerwehr versucht, ein Überspringen der geplanten Begrenzungslinien zu verhindern. Diese verlaufen am Barranco de Escobedieso im Norden, am Kamm des Barranco de Munyidor im Süden und am Fluss Noguera Ribagorçana im Westen. Im Osten soll das Feuer nicht auf Weideflächen nahe dem Vall de Boí übergreifen.
Lage bei Madrid und Ávila stabiler
Der Brand in der Sierra Oeste westlich von Madrid blieb über Nacht ohne erneutes Aufflammen. Er befindet sich weiterhin in Einsatzstufe 2 des Plans INFOMA.
In der Nacht waren 20 Bodeneinheiten der regionalen Feuerwehr, der Waldbrandbekämpfung und der Forstbehörde im Einsatz. Hinzu kam eine Einheit der militärischen Notfalltruppe UME. Drohnen suchten den Bereich nach möglichen Glutnestern ab.
Auch beim Feuer von Burgohondo in Ávila rechnen die Behörden mit einer ruhigeren Entwicklung. Hitze und mögliche Windböen können jedoch besonders am Nachmittag neue Brandherde auslösen. Bewohner der vorsorglich geräumten Siedlung La Picota und benachbarter Gebäude in La Adrada konnten bereits am Samstagabend zurückkehren.
Neuer Waldbrand bei Morella
Am Sonntag wurde zudem ein Waldbrand bei Morella in der Provinz Castellón gemeldet. Zwei Einheiten der Waldbrandbekämpfung, zwei Löschfahrzeuge, ein Luftfahrzeug und ein Umweltbeamter der Generalitat wurden entsandt.
Auch die Feuerwehr der Provinz Castellón schickte eine Einheit zum Einsatzort. Angaben zur verbrannten Fläche oder zur weiteren Entwicklung lagen zunächst nicht vor.
Bedeutung für Urlauber und Anwohner
Wer in Katalonien wandern, Rad fahren oder einen Naturpark besuchen möchte, sollte die örtliche Warnstufe vor der Abfahrt prüfen. In Gemeinden mit Pla-Alfa-Stufe 4 ist der Zugang zur Natur vollständig untersagt. Auch bei Stufe 3 können Wege, Parkplätze und Freizeitbereiche kurzfristig geschlossen werden.
Absperrungen und Anweisungen der Einsatzkräfte müssen beachtet werden. Wegen möglicher Windwechsel kann sich die Lage schnell ändern. Rauch kann außerdem weit entfernte Orte erreichen und Straßen beeinträchtigen.
Quelle
La Vanguardia, ABC – „Los incendios se estabilizan en Madrid mientras Catalunya mantiene el riesgo extremo“
https://www.lavanguardia.com/vida/20260802/11606199/incendios-estabilizan-madrid-catalunya-mantiene-riesgo-extremo.htmlRedaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 02. August 2026
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