Spanien kürzt Tankrabatt: Kraftstoffe werden im August teurer
Seit 1. August sinkt die Steuerentlastung für Benzin und Diesel auf 10 Cent je Liter. An den Tankstellen droht dadurch ein Aufschlag von mehr als 6 Cent.

Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erstellt
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Autofahrer in Spanien müssen seit dem 1. August mit höheren Kraftstoffpreisen rechnen. Die Regierung hat die Entlastung bei der Sondersteuer auf Kohlenwasserstoffe von 15 auf 10 Cent je Liter gesenkt.
Nach Angaben des Tankstellenverbands CEEES führt die Änderung zusammen mit der zusätzlich anfallenden Mehrwertsteuer zu einem direkten Preisanstieg von mehr als 6 Cent je Liter. Die Kürzung fällt damit genau in die große sommerliche Reisewelle.

Entlastung wird schrittweise abgebaut
Die Steuererleichterung gehört zu einem Maßnahmenpaket gegen die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Iran und steigender Energiepreise. Im Juli betrug die Senkung der Kraftstoffsteuer 15 Cent je Liter, im August sind es 10 Cent.
Für September sieht der Fahrplan nur noch 5 Cent je Liter vor. Voraussetzung ist, dass sich die Preise für Benzin und Diesel nicht außergewöhnlich stark erhöhen.
Zudem ist die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe auf 10 Prozent ausgelaufen. Sie war Teil des ersten Krisenpakets und wurde mit dem Ende Juni beschlossenen Dekret zurückgenommen. Damit folgt Spanien auch Empfehlungen aus Brüssel.
Ausnahmeregel bei stark steigenden Preisen
Die Regierung hatte eine Schutzklausel in die Regelung aufgenommen. Wären die Verbraucherpreise für Benzin oder Diesel im Juni 2026 um mehr als 15 Prozent gegenüber Juni 2025 gestiegen, hätte die Steuersenkung im August 20 Cent und im September 15 Cent je Liter betragen.
Nach Angaben des Statistikamts INE trat dieser Fall nicht ein. Die Preise für Kraftstoffe und Schmiermittel für private Fahrzeuge gingen im Juni zurück, während sie im Vorjahresmonat gestiegen waren. Deshalb greift nun die ursprünglich vorgesehene Kürzung der Entlastung.
Für September bleibt eine weitere Ausnahme möglich. Liegt der Verbraucherpreisindex für Benzin oder Diesel im Juli um mehr als 15 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats, würde die Steuerentlastung im September auf 20 Cent je Liter steigen. Das INE will die dafür maßgeblichen Daten am 13. August veröffentlichen.
Tankstellen erwarten spürbaren Aufschlag
Der Branchenverband CEEES rechnet seit dem 1. August landesweit mit einem unmittelbaren Preisanstieg von mehr als 6 Cent je Liter. Grund ist nicht nur die um 5 Cent geringere Entlastung bei der Kraftstoffsteuer.
Auf die höhere Steuerlast fällt auch Mehrwertsteuer an. Dadurch steigt der gesamte Aufschlag an der Zapfsäule nach Einschätzung des Verbands auf mehr als 6 Cent je Liter.
CEEES betont, die Tankstellen hätten die bisherigen Steuervergünstigungen transparent und verantwortungsvoll weitergegeben. Dies sei auch von der Wettbewerbsbehörde CNMC und der Regierung bestätigt worden.
Hilfen für Transportunternehmen bleiben bestehen
Für Unternehmen im Straßentransport gelten besondere Unterstützungen noch bis zum 30. September. Sie sollen die Kosten für gewerblich genutzten Diesel abfedern.
Die Hilfen richten sich sowohl an Betriebe mit Anspruch auf eine teilweise Erstattung der Kraftstoffsteuer als auch an Unternehmen ohne diesen Anspruch. Dazu zählen unter anderem Selbstständige, Gesellschaften mit Transportlizenzen und Betreiber von Stadtbussen.
Bedeutung für Reisende und Residenten
Wer im August längere Strecken fährt, sollte die höheren Kraftstoffkosten in sein Reisebudget einplanen. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern bedeutet ein Aufschlag von mehr als 6 Cent zusätzliche Kosten von über 3 Euro.
Für September ist derzeit eine weitere Verringerung der Steuerentlastung auf 5 Cent je Liter vorgesehen. Ob es dabei bleibt, hängt von den Juli-Daten des INE ab, die am 13. August veröffentlicht werden.
Quelle
El Mundo – „El alivio fiscal a los carburantes por la guerra en Irán se recorta desde este sábado a 10 céntimos por litro“
https://www.elmundo.es/economia/2026/08/01/6a6dd43a21efa009688b4589.htmlRedaktion Spanienleben.de
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Veröffentlicht am 01. August 2026
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